Forfettario-Steuer für IT-Berater in Italien (2026)
IT- und Systemberater, die Kunden als partita IVA zu Technologie beraten. Die Tätigkeit „IT-Berater“ fällt unter den ATECO-Code 62.20.10 (Beratung im Bereich Informationstechnologie).2 Im Regime forfettario gilt für diese Tätigkeit ein Rentabilitätskoeffizient von 67 %, also werden 67 % des Umsatzes als steuerpflichtiger Gewinn behandelt.1
Rechenbeispiel. Wer in der Tätigkeit „IT-Berater“ 50.000 € pro Jahr in Rechnung stellt, behält im besten Regime (Forfettario 5 % (Neugründung)) rund 40.028 € netto — eine effektive Belastung von 20 % inklusive INPS.3 Verschiebe den Regler unten für deine eigene Zahl.
Forfettario-Rechner live
Forfettario-Bemessungsgrundlage = Umsatz × 67 % Koeffizient (deine Tätigkeit). INPS mit 26,07 % und die Ersatzsteuer von 5 %/15 % werden auf diese Grundlage berechnet.
Die Forfettario-Linien enden an der Grenze von 85 Tsd. €. Dieselbe deterministische Engine wie im TaxCompass-Chat.
Warum ein Koeffizient von 67 % für „IT-Berater“?
IT-Beratung ist ATECO 62.20 — also weiterhin Abteilung 62 und damit der Koeffizient von 67 %, auch wenn das Wort „Beratung“ den freiberuflichen Satz von 78 % erwarten lässt. Unternehmensberatung (70.20) ist eine andere Abteilung und bekommt tatsächlich 78 %.1
Sonstige wirtschaftliche Tätigkeiten (67 %). Das ist die Restgruppe — sie umfasst Software, IT, Daten, Medien und Kunst. Das Gesetz ordnet diese Tätigkeiten nicht der Berufsgruppe mit 78 % zu, daher beträgt der Koeffizient 67 %.
Voraussetzungen und grenzüberschreitende Fallstricke
- •„Beratung“ allein bedeutet nicht 78 % — IT-Beratung (62.20) liegt bei 67 %, Unternehmensberatung (70.20) bei 78 %.
- •Der Weiterverkauf fremder Software/Lizenzen kann einen Teil deiner Tätigkeit in einen Handelscode mit 40 % Koeffizient ziehen — halte Beratung und Weiterverkauf getrennt.
- •EU-B2B-Kunden: Deine Rechnungen liegen im Reverse-Charge-Verfahren in der Regel außerhalb der italienischen Mehrwertsteuer, aber die Daten meldest du trotzdem über esterometro/SDI.
Die Grenze von 85.000 €, die Ersatzsteuer von 5 %/15 % und die obigen Regeln stammen aus dem Forfettario-Gesetz; wer neu zugezogen ist, sollte auch das Regime impatriati prüfen.45
Häufig gestellte Fragen
Warum liegt IT-Beratung bei 67 % und nicht bei 78 %?
Weil ATECO 62.20 in der Abteilung 62 (Informatik) liegt, die das Gesetz zum forfettario der Restgruppe mit 67 % zuordnet. Die 78-%-Gruppe ist auf die Abteilungen 64–66, 69–75, 85 und 86–88 beschränkt.
Kann ein Ausländer in Italien eine partita IVA für die Tätigkeit „IT-Berater“ eröffnen?
Ja. EU-Bürger können die partita IVA direkt eröffnen; Nicht-EU-Bürger brauchen in der Regel einen gültigen Aufenthaltstitel, der selbstständige Arbeit erlaubt. Das Regime forfettario selbst steht Ansässigen unabhängig von der Staatsangehörigkeit offen, vorbehaltlich der Umsatzgrenze von 85.000 € und der übrigen Voraussetzungen.
Wie wird die Forfettario-Steuer für die Tätigkeit „IT-Berater“ berechnet?
Deine Bemessungsgrundlage ist der Umsatz × der Koeffizient von 67 % für ATECO 62.20.10. Darauf wird die INPS Gestione Separata (26,07 %) erhoben, die abzugsfähig ist; anschließend gilt eine Ersatzsteuer von 5 % (die ersten 5 Jahre) oder 15 % — sie ersetzt IRPEF, deren Zuschläge und die Umsatzsteuer.
Was passiert über 85.000 € Umsatz?
Überschreitest du 85.000 €, endet das Forfettario ab dem Folgejahr und du wechselst ins ordentliche Regime (regime ordinario), in dem die progressive IRPEF gilt. Neu Zugezogene können stattdessen vom Regime impatriati profitieren.
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Quellen
- 1.Normattiva — L. 190/2014, art. 1 commi 54–89 e Allegato 4 (regime forfettario, coefficienti di redditività)
- 2.ISTAT — Struttura ATECO 2025 (IT/EN)
- 3.Normattiva — L. 335/1995, art. 2 (INPS Gestione Separata)
- 4.Agenzia delle Entrate — Regime forfetario: le regole
- 5.Normattiva — D.Lgs. 209/2023, art. 5 (regime impatriati), testo in vigore dal 10-10-2025 al 31-12-2026
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